Einige Wintergäste, z.B. die seltene Kornweihe, sind noch gelegentlich zu entdecken, und in den Besenginsterheiden und Vorwaldgesellschaften der Bachoberläufe ist die Singvogelbeobachtung wegen des fehlenden Blattwerks noch gut möglich (z.B. die im Nationalpark eher seltene Schwanzmeise – siehe Bild). Dennoch deutet vieles darauf hin, dass sich der Frühling nachhaltig in Szene setzt.
Nach Hasel und Salweide bekennt nun auch der Huflattich mit seinen gelben Blüten Farbe. Der Grasfrosch hat als erste Amphibienart begonnen, in den „Panzertümpeln“ seine Laichballen abzusetzen, und der Rotmilan, der im Spätherbst in mildere Regionen abgewandert ist, hat sich als Frühlingsbote zurückgemeldet.
Für den Spurensucher und Fährtenleser bietet das Rotwild eine besondere „Frühlingsspur“:
Auf und neben den Wanderwegen parallel zur Dreiborner „Panzerstraße“ – insbesondere dort, wo Wildwechsel kreuzen oder sich das Rotwild zum Verdauen „niedergetan“ hat – findet man neben Trittsiegeln und Losung (Kot) auch Flocken des überwiegend grauen, aber an den Spitzen rötlich angehauchten Winterhaars. Das nur halb so lange rötlich-braune Sommerhaar, welches für die Namensgebung „Rotwild“ maßgebend ist, verliert sich nämlich im Herbst nicht, sondern wird vom Winterkleid überwachsen.
Großes Bild oben: Kranichzug über der Dreiborner Hochfläche.
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