Dreiborner Hochfläche

Raufußbussard (Wintergast)

Raufußbussard

Raufußbussard

Raufußbussard

Raufußbussard

Als regelmäßiger, wenn auch sehr seltener Wintergast taucht der Raufußbussard (Buteo lagopus) ab Ende Oktober/Anfang November auf der Dreiborner Hochfläche auf. Er ist ein ausschließlicher Brutvogel des Fjells und der Tundra nördlich der Baumgrenze und bevorzugt daher auch in seinen Winterquartieren offene Landschaften mit guter Rundumsicht. Als Beutetiere in seinem Brutgebiet stehen vor allem kleine Säuger wie Lemminge und andere Wühlmausarten auf seiner Speisekarte. Er jagt im Gegensatz zum nahe verwandten Mäusebussard (Buteo buteo) viel häufiger vom Ansitz aus und man sieht ihn bei windigen Witterungsverhältnissen, die auf der Dreiborner Hochfläche häufig anzutreffen sind, auch sehr ausdauernd beim Rütteln (ähnlich Turmfalke) in 20 bis 50 Metern Höhe.

Insgesamt ist der Raufußbussard etwas größer und langflügeliger als der Mäusebussard (mit einem deutlicheren „Knick“ zwischen Arm- und Handflügel) und wirkt daher vom Flugbild insgesamt „adlerähnlicher“. Auffallend im Flugbild ist auch ein häufiges Drehen des Schwanzes, das ein wenig an einen Milan erinnert.

Die Bezeichnung „Rau“ stammt von der alten Bezeichnung „Rauch“ für Pelz ab und bezieht sich bis auf die bis zum Ansatz der Zehen befiederten Läufe, die das sicherste Unterscheidungsmerkmal zum Mäusebussard ist.

Raufußbussard

Raufußbussard

Raufußbussard

Raufußbussard

In der winterlichen Feldbeobachtung ist dieses Erkennungsmerkmal in der Regel aber untauglich. Da auch die oben beschriebenen Merkmale (Flugbild und Größe) nur für erfahrene Beobachter geeignet sind, sollte man sich bei der möglichen Begegnung mit einem Raufußbussard auf die Farbmerkmale des Gefieders konzentrieren. Auffallend ist hier zunächst die in jedem Federkleid vorhandene rein weiße Schwanzbasis mit weißem Schwanzfortsatz und breiter, dunkler geschlossener Endbinde. Bei Jungvögeln ist diese Endbinde meist noch etwas verwaschen. Bei erwachsenen Männchen sind der breiten schwarzen Endbinde noch 2 bis 4 schmalere Binden vorgelagert, während bei erwachsenen Weibchen in der Regel neben der breiten dunklen Endbinde nur eine weitere schmalere Binde vorgelagert ist.

Auffallend ist auch die sehr helle Zeichnung der Unterflügel mit einem stark kontrastierenden Flügelbugfleck (dunkler Fleck am Übergang von Arm- zur Handschwinge). Jungvögel zeigen außerdem immer einen großen dunklen Bauchfleck. Damit geht bei der Artbestimmung auch immer eine Alters- und Geschlechterbestimmung einher.

Die Fotos in diesem Abschnitt wurden im Zeitraum Januar/Februar 2008 vom Wanderweg in der Nähe des Gebiets Klusenberg/Funkenberg auf der Dreiborner Hochfläche aufgenommen und zeigen einen aus 2007 stammenden Jungvogel.

Wer sich ausführlicher über den Raufußbussard informieren möchte, sei auf die sehr gute „Raußußbussardseite“ von Wikipedia verwiesen.